Hausschwamm entfernen und vermeiden

Der Hausschwamm wird unter anderem auch als Holzschwamm bezeichnet, da er sich ausschließlich auf Holz breitmacht. Das kann gerade in Häusern schnell zu einem massiven Problem werden, da hier häufig große Teile der Baukonmstruktion aus Holz gefertigt sind. Im schlimmsten Fall kann der Hausschwamm die Bausubstanz zersetzen und die Immobilie sogar zum Einsturz bringen. Dieses Risiko sollte man keinesfalls eingehen und umgehend einen Sachverständigen hinzuziehen, sobald man den Befall bemerkt.

Was genau ist der Hausschwamm und welchen Schaden richtet er an?

Beim Hausschwamm handelt es sich um einen holzzerstörenden Pilz, der sich an der Oberfläche des Holzes festsetzt. Das können sowohl Balken als auch Parkettböden oder andere Bestandteile aus Holz sein. Die Voraussetzung für den Befall ist eine Materialfeuchtigkeit von mindestens 30%, hier kann er optimal gedeihen. Grundsätzlich wächst er auf allen Untergründen, die cellulosehaltig sind, also ist beispielsweise auch Papier oder Karton gefährdet.

Erkennt man den Hausschwamm nicht rechtzeitig oder unternimmt man nichts dagegen, so kann das Gebäude unter Umständen einen so großen Schaden davontragen, dass die Immobilie an Wert verliert. Das sollte keinesfalls riskiert werden.

Wie erkennt man den Hausschwamm?

Ein großes Problem ist, dass man den Pilz erst dann erkennt, wenn er sich schon in gewisser Hinsicht ausgebreitet hat. Das bedeutet: Er entwickelt sich als Erstes im Inneren des Holzes und entwickelt ein verzweigtes Geflecht, das Myzel. Erst viel später zeigt er sich an der Oberfläche des Holzes.
Der Hausschwamm selbst weist dabei eine braun-gelbliche Farbe auf und besitzt graue, filzartige Ränder. Bei einem besonders hohen Wassergehalt im Holz besitzt er zudem kleine Wasserperlen auf seiner Oberfläche, weswegen man ihn auch als “tränenden Hausschwamm” bezeichnet.

Ist Holz von ihm befallen, so verfärbt es sich mit der Zeit dunkel, wird rissig und ist irgendwann so instabil, dass es von alleine zu Staub zerfällt. Auch angrenzendes Mauerwerk kann vom Hausschwamm angegriffen werden!
Meist beginnt die Entwicklung des Hausschwamms im Keller, da die Feuchtigkeit dort am größten ist. Dachstühle sind wegen des meist stickigen Klimas eher seltener betroffen, allerdings hängt es auch davon ab, wie stark die SOnneneinstrahlung auf das Haus ist. Bei allgemein schattig gelegenen Häusern kann der Befall also durchaus auch in anderen Bereichen des Hauses erfolgen.

Wie bekämpft man den Hausschwamm richtig?

Hat man an der Hausfassade, der Konstruktion oder sogar in den Wohnräumen den Befall von Hausschwamm festgestellt, sollte man nicht zögern und sofort entsprechende Maßnahmen einleiten. Wenn es sich lediglich um einen kleinen Befall, wie beispielsweise am Türrahmen oder einer Sockelleiste, handelt, so sind diese Bereiche noch recht einfach auszutauschen. Allerdings muss man hier ebenfalls mit Sorgfalt vorgehen, damit alle Sporen vollständig vernichtet werden.

Schlimmer ist es, wenn bereits größere Flächen vom Hausschwamm befallen sind, wie beispielsweise tragende Holzbalken oder sogar das Mauerwerk. In diesem Fall sollte man die Beseitigung lieber einem Fachmann überlassen, der eine umfassende Hausschwamm-Sanierung durchführt. Meist wird jedoch zunächst ein Schädlingsbekämpfer bzw. ein Schimmelsachverständiger hinzugezogen, der eine erste Diagnose stellt und auch den Grad des Befalls durch entnommene Proben messen kann.

Maßnahmen für die Beseitigung sind dann beispielsweise eine Druckimprägnierung oder auch das Abbrennen der Mauer, so dass die Fasern des Hausschwamms vollständig zerstört werden. Hat sich der Hausschwamm auf Balken niedergelassen, so muss die umliegende Konstruktion unter Umständen gestützt werden, während das befallene Holz ausgetauscht wird.

Natürlich sind die Kosten für die Entfernung des Hausschwamms alles andere als gering, allerdings meist unumgänglich, wenn man sich in seinem Haus weiterhin sicher fühlen möchte. Für die Beseitigung durch Fachleute und den Wiederaufbau der entsprechenden Bereiche können schnell mehrere zehntausend Euro zusammen kommen. Dennoch ist die Bekämpfung zwingend nötig, ansonsten besteht nach mehreren Jahren unter Umständen bereits akute Einsturzgefahr.

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